Generation-Genuss, der kleine Wein Ratgeber

Wein ist nicht gleich Wein!

Der Anfänger teilt Wein in zwei Kategorien " schmeckt" oder "schmeckt mir nicht".

Dies mögen einige belächeln, aber das ist der erste Schritt zum Weinkenner.

Devise:  „Learning by Doing“, Sie sollten verschiedene Weine in verschiedenen Preiskategorien trinken, um damit  Ihren Gaumen und Ihre  Nase zu trainieren. Gehen Sie Schritt für Schritt vor.

 

Wie sieht der Wein aus?

Der Wein gehört in ein gutes Weinglas, je nach Weinsorte sollte man das passende Gefäß bereitstellen. Der erste Eindruck zählt und bei Wein ist das Aussehen sehr wichtig. Ein guter Wein ist transparent bzw. wird es nach einiger Zeit. Das  ist kein jedoch noch kein Maßstab für die Qualität, es könnte ein Zeichen dafür sein, dass der Wein natürlich produziert oder ein reifes Alter hat. Setzt sich die Trübung nach einer  kurzen Zeit allerdings nicht ab, ist der Wein von niederer Qualität.

Bei Schaumweinen, sprich Sekt, Spumante, Champagner, Prosecco und anderen prickelnden Weinen, ist die Qualität an der Perlage zu erkennen. Dies bedeutet,  der Wein darf zunächst nicht im Glas überschäumen, er sollte im Glas auch nicht sehr schäumen. An den  Perlschnüre im Wein kann man  die Qualität erkennen. Sind sie gleichmäßig und steigen sie kontinuierlich auf, ist der Schaumwein gut. Ist die Perlage nur von kurzer Dauer oder ungleichmäßig, entspricht dies keiner guten Qualität.

Die Oberfläche eines guten Weines sollte transparent und spiegelnd sein. Lichtreflexe und eine schimmernde Farbe sollten erkennbar sein. Schwenken Sie den Wein in Ihrem Glas und halten Sie das Glas gegen ein weißen Hintergrund. Jetzt können Sie die Farbe des Kerns sehen. Der Rand des Glases gibt Rückschlüsse auf die Farbtiefe.

Bei Weißwein: 

Ein blasses, fast gräuliches Gelb zeigen einfache und junge Weine. Ein grünliches und strohiges Gelb zeigen junge, lebendige Weine, deren Traubenbeeren nicht ganz  reif bei der Lese waren.  Ein helles Goldgelb zeigen reife, betont fruchtige und trockene Weißweine. Dunkel ins goldene sind oft edelsüße Weine mit einer sehr fortgeschrittenen Lesereife. Gelbbraune sind meist von überalterter Qualität oder aber oxidativ ausgebaut.

Roséwein:

Ein gräuliches Rosa zeigen einfache Weine mit kurzer Maischezeit. Himbeer- und erdbeerrosa sind frische, fruchtige Roséweine. Lachsfarben sind meist edle und etwas reifere Roséweine.

 

Rotwein:
Von Blau nach Braun - so lässt sich die Farbskala eines Rotweines beschreiben. Je jünger, desto bläulicher ist seine Farbe. Mit reiferem Alter und stärkeren Gerbstoffen, lässt sich der Übergang zu braunen Farbakzenten erkennen. Kirschrote Weine sind jung und fruchtkonzentriert, purpurrot sind etwas unreifere, jugendliche Weine, rubinrot sind Weine, wenn sie ein gutes Reifepotenzial haben. Ein Ziegelrot zeigt die beste Trinkreife an.

 

Wie duftet er?

Halten Sie Ihre Nase tief in das Weinglas. Riechen Sie zuerst Früchte, Blüten, Holz? Schwenken Sie dann das Glas ein wenig hin und her und riechen Sie ein zweites Mal. Intensivieren sich die zuvor erkannten Düfte und Aromen oder ändern Sie sich? Riechen  Sie intervallartig nicht langgezogen, das hilft Ihnen,die unterschiedliche Aromen zu erkennen. Je mehr Sie das Glas schwenken, desto tiefer werden die Aromen freigesetzt. Ein guter Wein muss  intensiv duften. Ein gleichmäßiges  Bouquet, umso qualitativ hochwertiger ist der Wein.

 

Der Geschmack

Auch wenn man als Kind schon gesagt bekommt, man soll beim Essen nicht schlürfen, so ist es bei der Weinverkostung um den Geschmack zu prüfen etwas völlig Anderes. Hier darf  geschlürft...nein...sollte geschlürft werden. 

Auf der Zungenspitze lässt der Wein seinen Süßegrad erkennen. Der Alkohol unterstreicht den Geschmack von Wein, lässt aber nicht auf die Qualität des Weines schließen. Die Körperfülle zeigt an, welche Kraft der Wein auf der Zunge und am Gaumen besitzt. Die Säure eines Weines ist unerlässlich für den Weingenuss. Die Gerbstoffe eines Weines werden auch Tannine genannt. Große, Holz-ausgebaute und hochwertige Weine besitzen eine dichte Tanninstruktur, die sehr feinkörnig ist. Nach dem Schlucken des Weines, man spricht hier vom all bekannten "Abgang", bemisst sich die Qualität an der Zeit, in die der Wein sich aromatisch abschwächt. Bedeutet: Je länger der Abgang, desto höher die Qualität des Weines.
  

 

Begrifflichkeiten um Wein zu charakterisieren.

Je nach Transparenz kann man einen Wein im Glas beschreiben mit...

    kristallartig
    klar
    getrübt
    mit Schleier
    blind

 

Beschreiben Sie die Perlage von Wein mit den Worten...

    perlend
    leicht moussierend / schäumend
    moussierend
    stark moussierend

 

 Beschreiben die Oberfläche eines Weines...

    spiegelnd (gesunder Wein)
    matt (fehlerhafter Wein)
    fleckig (stark fehlerhafter Wein)

 

 

Unser Tipp: Laden Sie ein paar Freunde ein und stellen Sie ein wenig Käse und Brot zur neutralisation zwischen den verschieden Weinen dazu. Perfekt ist ein gemüdlicher Abend unter Freunden.

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